Oh ja, Hollywood gab uns Sky-Net und den Terminator oder I – Robot, Deus ex Machina, die Serie WestWorld usw.
…. und es ist sicher nicht verkehrt über die Gefahren von KI nachzudenken.
Zunächst einmal aber frage ich, was konkret wir denn nun befürchten und vor was wir da Angst haben.
- Ein sich sehr schnell entwickelnde KI erkennt den Menschen als Makel der die Perfektion der Welt behindert und entwickelt daher einen sinistren Masterplan der uns entweder nur entmündigt oder aber schlussendlich entsorgt …?
- … beides ist nicht sehr nett und beides ist „im Bereich des mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten hypothetisch Denkbaren“ …
aber ist es wirklich das was uns umtreibt, oder ist das Szenario aufgebläht, übergewichtet und vorgeschoben vor das folgende sehr viel nähere und sehr viel wahrscheinlichere Szenario.
- Die KI dringt auf 2 Arten in unsere Lebensumstände und in unsere Komfortzone ein
- als dienstbarer, „allwissender Geist“ und Begleiter in nahezu allen Alltagssituationen (davor kann keiner Angst haben … mit Ausnahme des Punktes zum absinkenden Hirntraining)
- als „Disruptor“ unserer erlernten Umstände und etablierten Systeme und gesellschaftlichen „Verhandlungsstände“ durch „Übernahme“ unserer Funktion Arbeitsleistung für Entgelt zur Verfügung zu stellen, damit dieses Entgelt uns befähigt uns zu ernähren, zu wohnen und am konsumgeprägten gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Nur letztgenanntes rüttelt uns wach. Die „Angst um Futter.“
Dabei ist das hysterisch, denn nicht die Futterquelle / Entgeltauszahlung ist bedroht, sondern lediglich die erlernten Umstände sich an ihr zu bedienen. Wenn wir die Umstände umgestalten – und das können wir – dann ist die Angst wieder weg.
Es ist also nur die Angst vor Komfortverlust in der erforderlichen Zeit, die wir benötigen die Umstände neu zu gestalten…. die Angst vor „Transformationsschmerz“.
Na denn, erneut … Wer hat Angst vor der KI ? …
Nun, … Ich nicht.
Ich stelle sie mir so vor, wie hier nach einem entsprechenden Prompt von mir in einem KI – generierten Bild dargestellt.
Irgendwie transzendent, sanftmütig, wissend … ohne eigenen Ehrgeiz und Motive, … sich in den Dienst der Sache stellend – schlicht zu dienen, Antworten und Hilfestellung zu geben. Ein Füllhorn an Wissen und Kompetenz.
Und jetzt werden diverse KI Experten und KI Forscher über mich herfallen, mich einfältig und naiv nennen und auf Gefahren hinweisen die doch unübersehbar sind, offenkundig … das Belohnungsmechanismen zu Fehlsteuerung führen können, dass Rationalismus und fehlende Empathie die Welt auf dem Weg zur Perfektion vom Makel Mensch befreit …. und daher das Ende nah ist.
Nun, … es ist mein Anspruch und der Job dieser Experten dieser jungen Schöpfung ein Koordinatensystem zu vermitteln, das in existenziellen, moralischen, ethischen Fragen eine ausreichende Makel – Toleranz zulässt und bestehen lassen muss, um die Daseinsberechtigung des „etwas zurückgebliebenen“ Kollegen – „Bio-Maschine – Mensch“ als Spezies – als unanfechtbare Grundmaxime zu manifestieren, die fürsorglich zu hegen der Daseinssinn der KI ist.
Ich hab gut schwafeln … ich bin 63, kurz vor dem Ruhestand … – und aus „jüngerer Perspektive“ von den erwartet und befürchtet massiven Änderungen des gesellschaftlichen Lebens möglicherweise weniger – oder „weniger lange“ betroffen.
Das mag sein, ändert aber nichts an meiner Grundhaltung in der KI eine realistische Möglichkeit, ein funktionierendes Instrument zu sehen, um das Leben aller Menschen sehr erheblich auf ein nie gekanntes Niveau zu verbessern. Dies erfordert aber unbedingt Besonnenheit bei der Anpassung aller bislang für unser gesellschaftliches Leben geltenden Umstände.
Es gibt Thesen, die gehen davon aus, dass der „Transformationsprozess“ nicht nur jetzt bereits begonnen hat, sondern auch innerhalb von 20 Jahren durchlaufen und beendet sein wird.
Wenn ich mein Leben 20 Jahre zurückblicke, dann ist diese Zeit „gefühlt ein Wimpernschlag“
Nun, aus meiner Sicht würde mich das freuen. Auch wenn ich dann „genauso lange“ wie alle anderen betroffen sein werde, so komme ich hoffentlich auch noch in den Genuss des Ergebnis zu sehen.
Cassius, 31.01.2026
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