Grundeinkommen + Budget

Es gibt Ihn …. den Durchschnittsmenschen !  … und dort wohnt er ….

Das wird jetzt ein bisschen zahlenlastig …. …. aber ich verspreche, am Ende wird es spektakulär !!!

Der „Durchschnittsmensch 2024“ in Deutschland. … und Interpretationen zur Anwendung auf Budgetüberlegungen.            (Weil es keinen Sinn macht einen Haushalt mit 2 Erwachsenen und 1,4 Kindern zu modellieren)

… Durchschnitts – 

Mann

Frau

Destatis

Budget

Alter

43,5

46,2

  

Lebenserwartung bei Geburt in 2024 (Jahre)

78,9

83,5

  

Auszug aus dem Elternhaus (Jahre)

24,6

23,1

  

Erste Ehe (Jahre)

35,3

32,9

  

Rentenbezugsdauer (Jahre)

20,1

23,2

  

Familienmitglieder (Anzahl 3,4)

   

4

Qm – Wohnfläche

  

94,4

Individuell

Netto Kaltmiete – € / qm

  

7,28

 

Arbeit Wochenstunden Vollzeit

40,7

39,2

  

Arbeit Wochenstunden Teilzeit

20,5

22,2

  

Verdienst brutto Vollzeit Median 04/2025 in €

4232

3925

  

… netto Steuerklasse I, keine Kirchensteuer

2729

2565

  

Kindergeld 2026 pro Kind und Monat in €

  

259

 

Modelliert 4232 + 3925 Bruttoverdienste p.M jeweils ohne Kirchensteuer in Stkl. IV ver-steuert kommen inkl. Kindergeld für 2 Kinder auf ein Haushaltsbudget i.H.v. netto ca.  

   

5846

Ein Netto – Haushaltsbudget für 2 Erwachsene mit 2 Kindern i.H.v. 5846 € p.M. mutet zunächst optisch komfortabel an, aber bereits die von destatis angegebene durchschnittliche qm – Miete i.H.v. 7,28 € kalt ist eine Verzerrung der feststellbaren Wirklichkeit. 

Aktuell werden Neubauprojekte für Eigentumswohnungen zur Bestandshaltung und Vermietung  im urbanen Raum je nach Standort zwecks Erhalt der erforderlichen Finanzierung zwischen 13,- bis > 20,- € / qm kalkuliert.

Die Daten zum „destatis-Durchschnittsmenschen“ enthalten keine Angaben zu Fahrzeugen im Haushalt. 

Unterstellt zwei Durchschnittsverdiener benötigen auch zwei PKW um zum Arbeitsplatz pendeln zu können und beide fahren die durchschnittlichen 1000 km / Monat, so fallen je nach PKW lt. ADAC – Tabellen (siehe Beitrag Au … Auto !) schnell nochmals ca. 1200 € – 1800 € p.M. Fahrzeugkosten in Summe für beide Fahrzeuge an.

Was verbleibt ist je nach Wohnsituation (sehr) gut auskömmlich aber weit entfernt von üppig oder gar reich.

Es ist eigentlich müssig festzustellen, dass es besser ist ein volles Einkommen zu haben als ein Grundeinkommen, bzw. dass es auch für einen Haushalt aus 2 Erwachsenen und 2 Kindern besser ist 2 Durchschnittsverdiener im Haushalt zu haben als 2 Bezieher von vollen 100%  Grundeinkommen + 2 Beziehern von 50% Grundeinkommen.

Aber mit einem solchen Szenario sollten wir uns trotzdem beschäftigen um vorbereitet zu sein und um nach Stellschrauben suchen zu können. 

Das zur Einstimmung. 

Däddi Durchschnitt´s Budget

(zu Zeiten des Grundeinkommens)

monatsbudget

Im Beitrag „Grundeinkommen“ wird unter Bezug auf 2 Modelle (BMAS = 563,- € + Miete + Heizung bzw. WI = 1850,- € inkl. Miete + NK) ein Bedarf für einen 1 Personenhaushalt bestehend aus einem Erwachsenen i.H.v 1500 €  „gegriffen“ der noch deutlich unter dem IW – Ansatz 1850 € liegt. 

Grund dafür ist die Befürchtung, dass eine höhere Finanzierung nicht möglich sein wird, was nicht ausschliesst, dass – wenn eine höhere Finanzierung möglich wäre – auch ein erhöhter Betrag anzusetzen wäre.

Gleichzeitig wird davon ausgegangen, dass Kinder unter 16 Jahren ein Grundeinkommen i.H.v. 750,- € mtl. erhalten, ab 16 Jahren dann ebenfalls volle 1500 € mtl.

Im Folgenden werden Überlegungen zur Modellierung und Priorisierung dieses Budgets getroffen

Die Budgetpriorisierung hätte dann das folgende Ranking nach Notwendigkeit und Kostenvolumen. Dabei wird die Notwendigkeit zur Telekommunikation höher gewichtet, als die Mobilität.

Bei der Mobilität wird zudem davon ausgegangen, dass autonom fahrende PKW´s flächendeckend „on demand“ zu lediglich 0,25 € / km genutzt werden können. Dies ist heute nirgendwo der Fall.

Diese Überlegungen werden reiche Haushalte nicht betreffen, aber die Überlegung gilt der weitaus überwiegenden Anzahl durchschnittlicher und unterdurchschnittlicher Haushalte resp. für die Haushalte die (technologiebedingtem) Arbeitsplatzverlust ausgesetzt sein werden.

Massgeblich ist dabei der Ein – Personenhaushalt als multiplizierbare Basis trotz erkennbarer Degressionseffekte bei Kosten für Wohnen + Energie etc. für Mehr-Personenhaushalte. 

Däddi Durchschnitt´s Budget

1 Erw.

2 Erw.

2 Erw. + 1 Kind

2 Erw. + 2 Kinder

Grundeinkommen p.M. 

1500 €

3000 €

3750 €

4500 €

Wohnen, Wasser + Energie 

(50 qm / 70 qm / 85 qm / 100 qm x 10,00 € inkl. NK )

500 €

700 €

850 €

1000 €

Nahrung und Körperpflege

350 €

650 €

900 €

1100 €

Kleidung

150 €

300 €

400 €

500 €

Unterhaltung + Teilhabe, Telekommunikation, kulturelles

150 €

300 €

350 €

400 €

Mobilität on demand (min. 1000 km p.M. a´ 0,25 € )

250 €

500 €

600 €

700 €

Versicherungen und Vorsorge

100 €

200 €

250 €

300 €

Sparen / Kreditrückzahlung

0 €

350 €

400 €

500 €

 

1500 €

3000 €

3750 €

4500 €

Bereits auf den ersten Blick wird klar, dass ich hier von einer Kostenstruktur ausgegangen bin, die aus heutiger Sicht unrealistisch ist, da insbesondere der kalkulatorische Ansatz für Miete inkl. Energie + Wasser mit lediglich 10,00 € / qm am untersten Ende der aktuell tatsächlich feststellbaren Verhältnisse liegt und damit im Gesamtbild fast unmöglich ist.

Ob dies nun Sonderbudgets zur Unterstützung öffnet, oder das Grundeinkommen insgesamt zu erhöhen ist und dann schnell doch im Bereich des „IW – Korbes“ liegt, muss diskutiert werden.

Auch die Mobilitätskosten sind noch unrealistisch niedrig. Jeder heute genutzte PKW ist teurer – auch der voll abgeschriebene PKW in eigener Wartungskompetenz.

Dies zeigt aber die Notwendigkeit, dass, wenn man über „ein finanzierbares Grundeinkommen“ spricht und entscheidet, auch die autonome Mobilität „on demand“ entschieden und ausgerollt sein muss.

Ich denke, dass die technische Reife dazu bereits heute, spätestens aber in 2 weiteren Entwicklungsjahren gegeben ist. Die „politische Reife“ muss dann aufgeschlossen haben, bis die bereits heute erkennbare Notwendigkeit von Grundeinkommen in ca. 4 – 5 Jahren eingetreten ist.

Däddi Durchschnitt´s Mobilität

däddi tramper

Was die Wohnsituation resp. die damit verbundenen Kosten betrifft, halte ich die ernsthafte und konsequente Prüfung und Beschäftigung resp. die Realisation einer „Zukunftsstadt“ (siehe Beitrag „Die Zukunftsstadt“)  wie die website thematisiert für problemlösend. 

Dies soll Mietpreise von 5,- € / qm ermöglichen, weil Synergien, Degressionseffekte  und der Ausschluss von Zwischengewinnen Wirkung entfallen sollen und im Übrigen im „Zukunftsstadt-Szenario“ der Staat als Investor ohne Refinanzierungskosten und ohne Renditeerwartung auftritt.

Letztlich ist aber leider auch irrelevant, ob wir hier mit der Modellannahme nah dran an der Wirklichkeit in 2031- 2035 liegen oder weit weg davon … dann sind die Beträge zwar anders, aber der zu behandelnde und zu lösende Sachverhalt wird der gleiche sein.

Es wird uns nicht helfen festzustellen … tja, rechnerisch wird das nicht aufgehen, denn dann muss es trotzdem gelöst werden und zumindest mir sind bislang noch keine alternativ diskutierten Lösungsansätze bekannt. 

Wenig überzeugend – wenn auch nicht unerlebt – wäre eine Haltung …. erstmal abwarten …. und dann mal sehen … aber diese Haltung führt zu gar nichts ….. ausser später dann hilflosem Aktionismus.

Erkenntnisse

Und selbst wenn wir hier noch im Modell bleiben, so lassen sich doch trotz aller Unschärfen Erkenntnisse ableiten.

  1. Der Single-Haushalt kann mit dem Grundeinkommen vermutlich so gerade klarkommen
      • Der Single Haushalt kann allerdings vermutlich nichts sparen und nichts finanzieren
      • Um Spar – oder Kreditrückführungspotenziale etc. zu erschliessen wird der Single – Haushalt eine ergänzende Beschäftigung suchen. (z.B. 40 Std. Pro Monat für 20,- € / Std. = 800 € abzgl. evtl. Steuer)
  1. Ein Zusammenschluss in Wohngemeinschaften oder in Ehen bzw. Lebenspartnerschaften aller Art kann Synergien / Kostendegressionseffekte nutzbar machen und Spar – / Kreditrück-zahlungsfähigkeit erschließen.
  2. Kinder wirken entlastend – insbesondere ab dem 16. Lebensjahr bis zum Verlassen des Haushalts.
  3. Das ganze ist weiter optimierungsfähig wenn in Wohn + Lebensgemeinschaften insbesondere auch unter Integration von Senioren gelebt wird.
      • Das begünstigt „Generationenwohnen“ und entlastet die Pflegekapazitäten.

Rechnet das doch mal aus:

Eine Wohn + Lebensgemeinschaft mit 8 Erwachsenen + 4 Erwachsenen Senioren + 8 Kindern

 

8 Erw.

4 Sen. Erw.

8 Kinder

Summe p.M.

Summe p.a.

Grundeinkommen p.M. pro Kopf

1500 €

1500 €

750 €

  

Grundeinkommen p.M. 

12000 €

6000 €

6000 €

24000 €

288000 €

Wohnen, Wasser + Energie  Hof / MFH  560 qm x 10 €

   

5600 €

67200 €

Nahrung und Körperpflege

2400 €

1000 €

2000 €

5400 €

64800 €

Kleidung

1000 €

500 €

1000 €

2500 €

30000 €

Unterhaltung + Teilhabe, Telekommunikation, kulturelles

800 €

300 €

500 €

1600 €

19200 €

Mobilität on demand (insgesamt 4000 km p.M. a´ 0,25 € )

   

1000 €

12000 €

Versicherungen und Vorsorge

500 €

200 €

500 €

1200 €

14400 €

Sparen / Kreditrückzahlung

   

6700 €

80400 €

Nebenjobs 320 Std. x 20,- + 40 Std x 15,- 

6400 €

600 €

 

7000 €

84000 €

Summe Sparen

   

13700 €

164400 €

generationenwohnen

Das funktioniert mit der richtigen Immobilie sowohl im ländlichen Bereich als auch urban.                                         (Notfalls auch mit 15 € / qm inkl. Wasser + Energie) 

Kombiniert die Wohn + Lebensidee noch mit Aspekten aus Handwerk, Handel, Landwirtschaft und Versorgung, dann kann noch weiter optimiert werden.

Daraus lässt sich m.E. sehr viel sinnvolles Leben und Selbstwirksamkeitserlebnis erschliessen.

Das aber verlangt Eure Initiative.

Hier kann creamus-futurum gerne bei der Umsetzung unterstützen.

Cassius, 22.02.2026

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